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          Tagebuch

05.03.2023

Schon lange nicht mehr hier geschrieben. Na ja...Morgen geht es weiter mit meiner Arbeit im Bereich der kulturellen Bildung. Mit den Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Konradsdorf in Ortenberg arbeite ich weiter an deren szenischen Abend zum Thema "Meine, deine, unsere (t)Räume". Einen Projekttag haben wir schon hinter uns. Nächste und übernächste Woche laufen die Proben weiter! Ich freue mich riesig und bin mega gespannt!

10.11.2022

Am Montag den 14.11.2022 geht es an die Uni Koblenz, wo mit Studenten über die Produktion KRIMSKRAMS und das Theater überhaupt diskutiert wird! Freue mich schon auf meine neue Rolle als Gastdozent :))

26.10.2022

Siebenunddreißig Jahre heute, kerngesund wie eine Eiche, abgesehen von meiner alten Schwäche und intellektuell höchstwahrscheinlich auf dem Kamm der Welle - oder beinahe. Feierte das verhängnisvolle Geschehnis, wie in den letzten Jahren, ruhig in der Weinstube. Keine Menschenseele. Saß mit geschlossenen Augen am Feuer, die Spreu von Weizen sondernd. Kritzelte einige Notizen auf die Rückseite eines Briefumschlags. Froh, wieder in meiner Bude zu sein, in meinen alten Klamotten. Habe gerade, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, drei Bananen gegessen und mich nur mit Mühe einer vierten enthalten können. Gift für einen Mann in meiner Verfassung. Schluss damit! Das neue Licht über meinem Tisch ist eine große Verbessrung. Bei all der Dunkelheit um mich herum fühle ich mich weniger allein. Gewissermaßen. Gern steh ich auf, gehe darin umher und dann wieder zurück zu mir.

02.08.2022 

Heute weiterhin am Projekt Theaterskulpturen arbeitend auf den folgenden Text von Ernst Jandl gestoßen (hier gestrichen wiedergegeben): 

      1

SIE ob er

      noch was

      essen wolle

     2

ER ob sie

     auch tatsächlich

     satt sei

      3

      das verderbliche

      werde er hinaus

      im kühlschrank tun

      4

SIE das geschirr

      werde sie

      rasch noch abwaschen

      5

ER er werde das

     auch gern

     selber tun

       [...]

       82

SIE  sie habe inzwischen

       den Anfang gelesen

       und finde ihn fabelhaft

       83

       es gehöre zum besten

       das er je

       geschrieben habe

       [...]

       89

SIE  außerordentlich diese

        verwendung des konjunktivs

        den sie selbst so liebe

       90

ER   außerdem alles

       in der dritten

       person

        [...]

        99

SIE   es klinge

        jedenfalls

        ganz außerordentlich

        100

ER    zur objektivierung

        im sinne der zerstörung von illusion

        trage der konjunktiv ebenfalls bei

        101

        besonders aber

        die ausschließlichkeit 

        der dritten person

        102

        das kräftigste mittel

        um das spiel auf der bühne

        durch eine Art zu erzählen zu ersetzen

        103

        der konjunktiv  nun

        bewirke

        dass dieses erzählen

        104

        nicht ein erzählen 

        von etwas

        geschehenem sei

        105

        sondern dass es das erzählen

        von etwas

        erzähltem sei

        106

        die eigentliche spannung

        aber werde bewirkt

        durch ein direktes sichtbares zeigen

        107

        von dingen von denen erzählt werde

        so als ob von erzähltem erzählt werde

        während das zeigen dieser dinge

        108

        ein vorführen sei und ein

        umgehen mit ihnen

        obwohl dafür nicht der geringste

        109

        anlaß bestehe

        außer dem theater

        als anlaß für dieses umgehen mit dingen

        110

        dieses umgehen mit personen

        und dieses bewegen von personen

        so daß die illusion

        111

        die aus der sprache dieses stückes

        so vollständig vertrieben sei

        auf dem weg des sichtbaren in das stück wieder hineinkomme

         112

         freilich könne der sprecher

         um sein erzählen zu betonen

         betonen dass es keine koversation sei

         113

         indem er etwa

         bei der frage

         ob sie

         114

         auch tatsächlich

         satt sei

         sie kaum ansehe

         115

         oder garnicht ansehe

         oder sich ostentativ

         abwende von ihr

         116

         aber ebenso könne er

         einen liebvoll besorgten

         ton in diese frage bringen

         117

         und seinen blick

         seine miene

         seinen körper

         118

         dementsprechend nach ihr richten

         und so lasse sich das ganze stück hindurch

         119

         die illusion des sichtbaren

         entweder betonen oder verringern

         aber am besten vielleicht

         120

         lasse es sich schwankend tun

         die illusion des sichtbaren

         abwechelnd betonend und verringernd

         121

         und dazu noch in verschiedenen graden

         was aber wirklich

         sache des regisseurs sei

         122

         und seiner größeren oder geringeren

         ambition

         oder geschicklichkeit

         123

         wenn er es inszeniere

         obwohl er es für ein scheißstück halte

          werde er

         124

         eine andere wirking erzielen als wenn

         er es inszeniere weil er es 

         für ein superstück halte

         125

         auch werde er

         eine andere wirkung erzielen je nachdem

         er selbst ein super- oder scheißregisseur sei

         126

         daraus ergäben sich mindestens

         vier verschiedene erzielbare wirkungen

         woraus man ersehe dass alles

         127

         was der autor an mannigfaltigkeit

         dem stück zu geben versäumt haben möge

         durch die mannigfaltigen möglichkeiten der regiekunst

         128

         wettgemacht werde oder werden könnte.

         sie wisse nun alles was er selbst darüber wisse

         und wolle jetzt vielleicht pissen und dann essen

18.07.2022 

Im Laufe seines Lebens hat man mehrere Lehrer, Mentoren oder einfach Leute, die einen begeistern und inspirieren können. Einige von denen lernt man nie persönlich kennen. Das hindert einen trotzdem nicht daran zu glauben mit diesen Menschen irgendwie verbunden zu sein, was natürlich eine Illusion ist. Die Anderen kennt man persönlich und das sind die Menschen, die das eigene Leben tatsächlich prägen, ändern und bereichern könnten. Die Begegnung mit denen hinterlässt echte Spuren so wie der Wind, die Sonne oder der Regen. Ich durfte bei Hans-Thies Lehmann studieren und das hat  mein Leben tatsächlich um Einiges reicher und freier gemacht. Nach einer Sprechstunde bei ihm, an der Tür, ich wollte schon gehen, hat er mich gefragt, was mein Theater so macht, woran ich jetzt arbeite und hat sich, wie ein Kind fast, sehr neugierig alles angehört, was ich ihm erzählt habe. Ich glaube, es hat ihn wirklich interessiert und das war eben der Unterschied zwischen ihm und den anderen Professoren und Dozenten. Es ging nicht nur um akademisches Wissen sondern auch um ein lockeres und gleichzeitig intensives Miteinander. Das Studium bei ihm hat meine Sicht auf Lern- und Arbeitsprozesse für immer verändert und echte Spuren hinterlassen. Vorgestern hat sich der Theaterhimmel an Herrn Lehmann erinnert und auch ihn zu sich geholt. Vielen Dank für alles Hans-Thies Lehmann!!!

27.06.2022

Es ist vollbracht! Am 23.06.2022 haben wir mit KRIMSKRAMS Premiere gefeiert! Es war eine sehr aufwendige Arbeit, die uns vieles abverlangt hat. Danke an allen Beteiligten für die großartige Leistung! Ich hoffe sehr, dass das Leben dieser Produktion erst jetzt beginnt!

30.05.2022 

Der zweite Probenblock von KRIMSKRAMS hat begonnen! Premiere: 23.06.2022!

29.04.2020

Zusage für das Projekt "Theaterskulpturen" bekommen! Eine Recherche-Förderung vom Fonds DArstellende Künste für Spätsommer/Herbst 2022. 

15.01.2022 

Endlich stehen die Termine für die WA von KRIMSKRAMS fest! Am 23/24/25.06 spielen wir im Gallus Theater in Frankfurt am Main!

Zwischendurch Elternzeit! :)

03.08.2021 

"In der Sommerfrische" geht los! - eine Recherche zu Tschechows Prosawerk ermöglicht durch ein Stipendium der Hessischen Kulturstiftung.

17.07.2021 

Wir spielen "Mein Treffen mit Leonardo DiCaprio" am 24.07.2021 am Theaterfestival Sommerwerft in Frankfurt! 

25.06.2021 

Heute Abend um 21 Uhr bei Radio T ist in der Sendung "Hörwelt" mein Hörspiel "Landschaft mit Frauen" zu hören. Nicht verpassen! 

02.06.2021 

Heute findet die (Online)-Premiere von KRIMSKRAMS auf der Webseite von Gallus Theater Frankfurt statt. Wegen der Pandemie geht es leider nicht anders. Wir hoffen auf eine baldige Wiederaufnahme!

12.04.2021

Heute ist es soweit! KRIMSKRAMS - Probenbeginn!

18.03.2021 

Antrag durch das Fonds Darstellende Künste bewilligt! "Wo Orpheus begraben liegt" eine Recherche zur Bestandsaufnahme & Sammlung der ins Deutsche übersetzten Literatur der osteuropäischen Länder!

16.01.2021 

NEU! Das Projekt KRIMSKRAMS wurde von Stadt und Bund unterstützt! Die Proben sollen im April 2021 beginnen. KRIMSKRAMS - eine Arbeit über Demenz und das Verhältnis zwischen Sprache und Realität! Premiere im Juni 2021!

12.01.2021 

Wegen der Pandemie muss die Premiere von "Dschabber" leider erstmal abgesagt werden. Wir hoffen auf Ersatztermine!

 

14.12.2020

Probenbeginn von "Dschabber". Ein Klassenzimmerstück über Mobbing am Schauspiel Frankfurt. Premiere voraussichtlich am 24. Januar.2021

12.12.2020

Heute Abend "Landschaft mit Frauen bei Radio T in der Sendung "Hörspielinsel"!

08.10.2020

Premiere: "Mein Treffen mit Leonardo DiCaprio" um 20 Uhr bei den Landungsbrücken Frankfurt!

15.09.2020

Die Premiere von "Mein Treffen mit Leonardo DiCaprio" findet am 08.10.2020 bei den Landungsbrücken Frankfurt!

01.07.2020

Heute: Probenbeginn zu "Mein Treffen mit Leonardo DiCaprio" eine Arbeit über Liebe und Selbstoptimierung nach dem Comic von Liv Strömquist!

25.06.2020

Arbeitsstipendium der Hessischen Kulturstiftung bewilligt! Eine Vorarbeit zu KRIMSKRAMS - meine nächste Theaterarbeit wird dadurch ermöglicht!

15.06.2020 

Online-Premiere: "Landschaft mit Frauen" ein kurzes Hörspiel von mir auf der Webseite von Gallus Theater Frankfurt! Vielen Dank an Monika Oschek!

15.03.2020

Jetzt ist es soweit: Die Proben zu "Die Welt durchwandern" und die Premiere dürfen wegen der Pandemie doch nicht mehr stattfinden! Hoffe auf Ersatztermine!

10.03.2020 

Es sieht momentan so aus, dass ich mit den Proben von "Die Welt durchwandern" am 14.03 beginnen kann. Mal sehen, ob man wegen der Pandemie überhaupt spielen darf...

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